TERMINE / Meldungen
Der RC Victoria Neheim richtet jährlich das Profi Rundstrecken-Rennen am Neheimer Dom aus. Darüber hinaus stehen bei uns regelmäßig Radtouristik-Fahrten und Cross-Rennen auf dem Programm
(siehe Ausschreibungen beim Bund Deutscher Radfahrer).
Ein kurzer Blog
von einem jungen Rennfahrers
Geschrieben wurde er von unserem neuen U19 Fahrer Johannes
Schliebe.Trainingslager in Breisach
03.03.11: Nach einer sehr langen Fahrt mit dem Bulli sind wir gegen 13:30Uhr in Breisach angekommen
und haben die Betten bezogen.
Von 15:00 Uhr - ca. 17:30 Uhr haben wir unsere erste, kleine Runde Rund um den Kaiserstuhl gedreht. Wir
sind flach über 58 Kilometer in einem ruhigen Tempo gefahren.
04.03.11: Vormittags sind wir nach Colmar in Frankreich gefahren (60 Kilomter) . Ich persönlich bin der
Meining, dass es eine ganz schöne Umstellung ist, auf einmal in Frankreich zu fahren. Doch ich konnte mich
schnell daran gewöhnen. Bei dieser flachen Strecke hatte ich an einem Kreisverkehr nur leider einen kleinen
Sturz, der aber nicht weiter schlimm gewesen ist.
Nachmittags sind wir noch einmal 62 Kilometer quer durch den Kaiserstuhl gefahren. Diese Strecke war ziemlich
bergig. Deshalb habe ich gemerkt, dass ich früh schon einmal gefahren bin.
Ab diesem Tag ging es los, dass ich abends die ganze Zeit im Trainingslager immer spätestens um 20:30Uhr
ins Bett ging, da ich abends täglich von der vielen Anstrengung so müde war.
05.03.11: Heute haben wir in der Jugendherberge keine Mittagspause gemacht, sondern sind von vormittags
bis nachmittags 100 Kilomter gefahren. Diese Strecke war ungefähr zur Hälfte flach und zur anderen Hälfte bergig.
Die ganze Runde sind wir in einem ziemlich straffen Tempo gefahren, so dass ich abends wieder genug von diesem
Tag hatte.
06.03.11: Insgesamt standen an diesem Tag wieder ca. 100 Kilometer an. Wir fuhren nämlich u.a. zum Geiernest
hoch, der 8 Kilometer Anstieg mit durchschnittlich 12% Steigung hatte. Hier habe ich mich an das Hinterrad von
meinem Trainer gehangen und konnte so den Berg geradeso überwinden. Um ehrlich zu sein, musste ich an
diesem Tag an meine Grenzen gehen. Jedoch war ich im Nachhinein auch froh, dass ich durchgehalten hatte.
07.03.11: Nach dem 5. Tag im Trainingslager hatten wir einen Ruhetag. Wir nutzten die Zeit, um unsere Rennräder
in einer Waschanlage zu waschen. Außerdem haben wir anhand verschiedener "Spiele" getestet, wie sicher jeder
Einzelne auf seinem Rennrad sitzt. Nachmittags sind wir alle zusammen ins Hallenbad gefahren, was denke ich
mal allen sehr gut getan hat.
08.03.11: Heute stand eine sehr anspruchsvolle Etappe an. Wir fuhren zum "Schauinsland" hoch auf 1280
Höhenmeter bei rund 13 Kilometer Länge und 7,5% Steigung. Oben lag noch reichlich Schnee. Die gesamte Strecke
ging über 98 Kilometer, die wir ohne Mittagspause in der Jugendherberge durchfuhren. Am Ende des Tages war ich
wieder froh, dass ich einigermaßen durchgehalten habe. Deshalb habe ich abends auch schon wieder relativ zeitig
geschlafen.
09.03.11: An diesem Tag standen 2 Halbetappen an: Vormittags machten wir ein Zeitfahren über 5400 Meter. Die
Strecke war eben und wir hatten viel Rückenwind. Ich startete direkt als Erster und bin dann relativ erschöpft und mit
starkem Husten durch die extreme körperliche Anstrengung ins Ziel gekommen. Bis zum Schluss habe ich alles, aber
auch wirklich alles gegeben. Während der Mittagspause habe ich dann erfahren, dass ich den 6. Platz von 8 erreicht
hatte. Dafür, dass die anderen Rennfahrer schon jahrelang fahren, konnte ich mit diesem Ergebnis zufrieden sein.
Nachmittags sind wir dann noch einmal in Frankreich flach gefahren.
10.03.11: Heute stand die Königsetappe auf den "Kandel" an. Zunächst fuhren wir flach nach Bahlingen und
Emmendingen. In Waldkirch mussten wir den 11 Kilometer langen Berg mit durchschnittlich13,2% steilen Anstieg auf 1242
Höhenmeter überwinden. Oben lag wieder viel Schnee. Anschließend fuhren wir eine sehr lange Abfahrt herunter über
St. Peter, Glottertal, Denzlingen und Bahlingen zurück. Die Etappenlänge an diesem Tag betrug 120 Kilometer.
Schon ziemlich am Anfang des Berges bin ich in den Bulli eingestiegen und habe gesehen, wie die anderen mit dem
Berg kämpften.
11.03.11: Wir teilten uns den Tag in 2 Halbetappen ein. Früh fuhren wir über 55 Kilometer flach in Frankreich.
Nachmittags fuhren die anderen rund um den Kaiserstuhl mit 4 EB Einheiten über je 5 Kilometer. Leider konnte ich diese
Einheit nicht mitfahren. So fuhr ich mit einem anderen Kollegen noch einmal flach in Frankreich und in einem
ruhigen Tempo. Insgesamt hatten wir abends aber auch 130 Kilometer auf dem Tacho stehen.
12.03.11: An unserem letzten Tag im Trainingslager fuhren wir vormittags in Frankreich noch einmal flach über 60
Kilometer. Hier machten wir noch einige Sprints.
Gegen 13:00Uhr sind wir dann auch schon nach Hause gefahren.
Auch wenn ich in diesem Trainingslager meine Grenzen teilweise überschreiten musste, hat es mir dennoch gut
gefallen. Insgesamt bin ich im Trainingslager 756 Kilometer gefahren, worauf ich auch echt stolz bin.